Das Areal

 

Bewegen Sie sich selbst durch das Gelände der ehemaligen Barker Barracks bei einer 360°-Tour. Klicken Sie hier.

Neben der 360° Tour, die Sie selber steuern können, zeigen wir Ihnen hier zusätzlich einen virtuellen Rundflug über das Areal:

Hier entsteht die Stadt von morgen - mit dem weitgehend abgeschlossenen Abzug der britischen Streitkräfte aus Paderborn wird auch die ehemalige Barker Kaserne frei. Das Barker-Areal ist mit 54 Hektar - ca. 50 Fußballfelder - die größte Konversionsfläche der Stadt, diese liegt östlich des Stadtkerns und ist nur ca. 2 Kilometer vom historischen Zentrum sowie der Universität entfernt.

Da an diesem Standort 1938 das Panzerregiment 11 der Nationalsozialisten einzog, wird das Areal noch heute von einigen „Panzerkaserne“ genannt. Aus dieser Zeit stammen auch die zehn symmetrischen Mannschaftsunterkünfte und weitere fünf Bürogebäude. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gelände, wie auch mehrere andere Kasernenstandorte in Paderborn, vom britischen Militär genutzt. Diese benannten die Kaserne nach dem General Sir Evelyn Hugh Barker. Nachdem sich Barker im Kampf gegen Nazi-Deutschland einen Namen gemacht hatte, diskreditierte er sich allerdings später durch antisemitische Aussagen und die Befürwortung der Todesstrafe. Im Rahmen des Planungsprozesses soll daher ein geeigneter Name für das neue Quartier gefunden werden, der aktiv zur Identitätsbildung des Ortes beiträgt.

Das Areal wird heute im Süden von der Driburger Straße begrenzt, hinter der sich die letzte noch landwirtschaftlich genutzte Fläche innerhalb der Kernstadt befindet. Im Westen wird das Areal Barker durch den Berliner Ring und im Norden durch den Piepenturmweg begrenzt, an die sich Wohnbebauung anschließt. Nordöstlich wird die Fläche vom Springbachpark und der Bahnstrecke Paderborn-Altenbeken sowie einer angrenzenden Grünfläche umschlossen. Daran anschließend befindet sich das Gewerbegebiet Benhauser Feld, das sich Richtung Norden ausdehnt. Südöstlich angrenzend befindet sich außerdem das Schulzentrum Kaukenberg mit Kindergarten, Grundschule und Gesamtschule.

Neben dem Gewerbegebiet "Benhauser Feld" mit seinen ca. 4000 Arbeitsplätzen und dem deutlich kleineren Gewerbegebiet "Driburger Straße" ist der Osten der Paderborner Kernstadt vor allem durch Wohnbebauung geprägt. Ab den 1970er Jahren wurde das Wohngebiet "Piepenturmweg/Benhauser Straße" entwickelt. Charakteristisch für das Gebiet ist die Vielzahl der bislang von den Angehörigen der britischen Streitkräfte bewohnten Reihenhäuser. Die Wohngebiete "Lieth/Goldgrund" und "Kaukenberg" sind in den 1980er und 1990er Jahren entstanden. Reihen- und Doppelhäuser dominieren hier, aber auch Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser wurden errichtet.

Neben der nun anstehenden Umgestaltung des Areal Barker befindet sich auch die östliche Paderborner Kernstadt insgesamt im Wandel. Wurde das nördlich angrenzende Wohngebiet "Piepenturmweg/Benhauser Straße" bislang maßgeblich durch britische Wohnliegenschaften, Infrastruktur- und Sporteinrichtungen geprägt, stehen mit dem Abzug der Streitkräfte im Jahr 2019 organisatorische, bauliche und strukturelle Veränderungen an. Auch die gegenwärtige Entwicklung des 21 ha großen Wohnquartiers "Springbach Höfe" mit etwa 500 neuen Wohneinheiten bringt Impulse für die östliche Kernstadt mit sich. Das Quartier beinhaltet eine sogenannte Klimaschutzsiedlung und wird über ein Blockheizkraftwerk samt Nahwärme-Netz auf Biomethan-Basis mit klimaneutraler Wärme versorgt.

 

Lage: Driburger Straße
Größe: ca. 54 ha
Nutzungen und besondere Merkmale:
• 130 Gebäude
• Mannschaftsunterkünfte und Fahrzeughallen
• Keine denkmalgeschützten Gebäude
• große Sportflächen
• 1 Kantinengebäude mit Casino
• Gute verkehrliche Anbindung