Zeitlicher Bezug: 07.10.2019

Modernes Wohnquartier auf dem Areal der ehemaligen Alanbrooke-Kaserne - EXPO REAL 2019

Podiumsdiskussion zum Ankauf der Alanbrooke Kaserne (v.r. Martin Altmann, DreesSommer; Bürgermeister Michael Dreier, Dr. Felix Nolte, BImA; Jörg Brökel, Journalist) (c) WFG Paderborn

Der erfolgreiche Konversionsprozess in Paderborn geht weiter. Nach dem Verkauf der ehemaligen Alanbrooke- Kaserne im Frühjahr 2019 an die Stadt Paderborn soll nun auf dem Areal ein urbanes Wohnquartier mit rund 800 Wohnungen entstehen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als ehemalige Eigentümerin hat das Projekt in einer Diskussionsrunde auf der internationalen Immobilienmesse EXPO REAL in München vorgestellt und einen Ausblick auf die künftigen Herausforderungen des Konversionsprozesses in Paderborn gegeben.
Im Frühjahr 2019 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet: Die BImA hat das rund 18 Hektar große Gelände der ehemaligen von den britischen Streitkräften genutzten Alanbrooke-Kaserne an die Stadt Paderborn veräußert. An diesen ersten erfolgreichen Abschnitt der Konversion in Paderborn erinnerte gleich am ersten Tag der EXPO REAL eine Diskussionsrunde mit dem Bürgermeister der Stadt Paderborn Michael Dreier, Martin Altmann von der Firma Drees & Sommer und dem Verkaufsmanager der BImA für Ostwestfalen Dr. Felix Nolte.

Urbanes Quartier mit rund 800 Wohnungen
Die 18 Hektar große Fläche war über 100 Jahre als Kaserne genutzt worden. Auf dem Areal nahe der Innenstadt befinden sich elf denkmalgeschützte Bauten (Baujahr 1896 bis 1898) sowie ein großer technischer Bereich. Die britischen Gaststreitkräfte gaben die Kaserne Ende 2016 als erste der Paderborner Kasernen an die BImA zurück.
Im Juni 2017 hat die Stadt Paderborn auf der Grundlage eines Nutzungskonzeptes die sogenannte Erstzugriffsoption zur Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben ausgeübt. Der Erstzugriff bietet den Kommunen die Möglichkeit, Grundstücke ohne Bieterverfahren zum gutachterlich ermittelten Verkehrswert zu erwerben. Dr. Felix Nolte von der BImA betont, dass die Stadt Paderborn sich als absolut fairer und verlässlicher Verhandlungspartner erwiesen habe, der immer zu seinem Wort stehe. "Das ist auch ein Standortfaktor für die Wirtschaft", sagt der Verkaufsmanager.

Rückbau- und Erschließungsarbeiten beginnen
Die Stadt Paderborn will auf der Fläche ein neues, lebendiges und urbanes Stadtquartier mit rund 800 Wohnungen, einer Kindertagesstätte (Kita), Bürogebäuden und Flächen für wohnverträgliches Gewerbe entwickeln. „Wir freuen uns sehr, dass die Rückbau- und Erschließungsarbeiten jetzt beginnen und die Pläne zum Alanbrooke Quartier nun konkret umgesetzt werden“, zeigte sich Paderborns Bürgermeister Michael Dreier sehr zufrieden mit dem aktuellen Fortschritt. „Bereits im nächsten Jahr werden wir erste Teilflächen für private Investitionen zur Verfügung stellen.“