Zeitlicher Bezug: 1530482400

Alanbrooke Kaserne - Start der ersten archäologischen Grabungsarbeiten

Archäologische Untersuchungen auf der Alanbrooke Kaserne

Die Stadt Paderborn befindet sich derzeit mit der Eigentümerin der Flächen, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), in Verhandlungen zum Ankauf der Kaserne. Parallel dazu wird bereits ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Die Offenlage für den Bebauungsplan wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 durchgeführt werden.
Im Zuge der Planungen für die Alanbrooke Kaserne ist erkennbar geworden, dass - aus Sicht des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) - vermutlich auf einem großen Teil der Fläche des Kasernenareals von einem Bodendenkmal auszugehen ist. Die vorliegenden Altfunde, die beiderseits der Kaserne dokumentiert sind, lassen für das Planungsgebiet ein großflächiges Bodendenkmal vermuten.
Um Zeitverzögerungen so gering wie möglich zu halten, haben BImA und Stadt Paderborn zusammen ein Vorgehen abgestimmt, das es erlaubt, bereits jetzt – also noch vor einem möglichen Ankauf der Fläche durch die Stadt – erste Grabungen durchzuführen.
Im Zuge der im Juli startenden archäologischen Untersuchungen wurden zusammen mit der LWL Stadtarchäologie fünf geeignete Suchbereiche identifiziert, die ausgebaggert und untersucht werden sollen. Die fünf Suchflächen verteilen sich auf dem gesamten Gelände. Unter anderem werden der ehemalige britische Tennisplatz in der südwestlichen Ecke und die Rasenfläche im Osten untersucht. Ziel ist es, die Größe und die Erhaltung des vermuteten Bodendenkmals beurteilen zu können und somit weitere Planungssicherheit zu gewinnen. Zuvor überprüft zudem der Kampfmittelräumdienst die Flächen daraufhin, ob Kampfmittel vorhanden sind.
Bei anstehenden Baumaßnahmen ist es wichtig, frühzeitig die Archäologen einzubeziehen. So kann ein reibungsloser Ablauf zwischen Rückbau- und Erschließungsarbeiten gewährleistet werden.
Die Arbeiten an den fünf ersten Teilflächen werden voraussichtlich sechs Wochen dauern und Anfang August zum Abschluss gebracht werden. Ob dann weitere archäologische Grabungen notwendig sein werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden sein.
In den kommenden Jahren wird auf der ehemals militärischen Fläche in innerstädtischer Lage ein lebendiges und urbanes Quartier entwickelt. Doch bevor Hochbauarbeiten beginnen können, müssen zunächst – wie beim Neubaugebiet Springbach Höfe auch – die Archäologen ran.